Feedback zur GESTIS - Stoffdatenbank

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Andreas Schwab 20.02.2020 09:25:49
Ich kann die CAS Nr. 64742-54-7 nicht finden, der Stoff ist aber mit H350 eingestuft. Zudem gibt es bei verschiedenen Herstellern unterschiedliche Angaben in den SDBs: zum einen nur als Umweltgefährlich zum anderen eben mit "krebserzeugend" gekennzeichnet?
Von der EU sind zahlreiche Kohlenwasserstoffe in der CLP-Verordnung, Anhang VI, Tabelle 3 bezüglich ihrer KMR-Eigenschaften eingestuft. Bei dieser Position "Destillate (Erdöl), mit Wasserstoff behandelte schwere paraffinhaltige" mit "Carc. 1B; H350". In den Anmerkungen zur Einstufung mit Note L wird die Einstufung aber relativiert "Die Einstufung als karzinogen ist nicht zwingend, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Stoff weniger als 3 % DMSO-Extrakt, gemessen nach dem Verfahren IP 346, enthält". Dieses Verfahren dient zur Bestimmung von Gehalten krebserzeugender polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) im Gemisch. Die Einstufung berücksichtigt nur die KMR-Eigenschaften, andere zutreffende Gefahrenklassen z.B. Entzündbarkeit, Akute Toxizität, Gewässergefährdung sind von Hersteller zu ergänzen. Deshalb kann es in den SDBs zu unterschiedlichen Einstufungen kommen.

Leyo Wikipedia 14.02.2020 22:56:34
Bei Dioctylzinnbis(2-ethylhexylthioglykolat) unterscheiden sich die angegebene Einstufung (H360D) und Kennzeichnung (H330) bezüglich eines H-Satzes. Jener bei der Kennzeichnung müsste wohl derjenige aus der Einstufung sein.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben bei der Kennzeichnung H330 durch H360D ersetzt. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

CTP Chemisch Thermische Prozesstechnik GmbH Planung und Bau von Abluftreinigungsanlagen, RTOs, KNVs, Rotorsysteme. 06.02.2020 09:30:07
Für CO geben Sie 2 verschiedene LEL Werte an, je nach relativer Feuchte. Eine rel. Feuchte ist aber immer nur für eine zu definierende Temperatur bestimmt, die Sie nicht angeben. Z.B. bei 20 °C sind 100 % rel. Feuchte nur ca. 20 g/m3, ganz anders aber bei 50 oder 99 °C. Sie müssen hier die absolute Feuchte in Vol-% angeben. Weiters stimmen die angegebenen 94 g/m3 nicht mit den 11,3 Vol-% überein. 1 Vol-% sind 10.000 ppm; 1 ppm CO sind 1/22,414*28 mg/Nm³ CO mfG, C. Mülleder
Vielen Dank für die Hinweise. Die angegebenen Explosionsgrenzen wurden aus der Datenbank "ChemSafe" zitiert. Die fehlende Messtemperatur (20 °C) haben wir ergänzt. Bezüglich der Nichtstimmigkeit von 94 g/m³ mit 11,3 Vol-% wenden Sie sich bitte an chemsafe@bam.de

P. Poeppel, Inst. f. Biochemie, Uni Köln Uni 29.01.2020 14:13:34
2,4-Dinitrophenol ist in trockenem Zustand explosiv, der EUH1 Satz (in trockenem Zustand explosiv) wird aber nicht mehr aufgeführt ist das richtig?
Mit der 12. ATP der CLP-Verordnung wurde eine neue Gefahrenklasse für desensibilisierte explosive Stoffe/Gemische eingeführt mit den H-Sätzen H206 (Kat. 1), H207 (Kat. 2/3) und H208 (Kat. 4). Der EUH-Satz 001 wird gestrichen. Die Verordnung gilt ab dem 17.10.2020 kann aber schon vorher angewendet werden. Uns liegt ein Sicherheitsdatenblatt vor, in dem 2,4-Dinitrophenol zusätzlich mit "H206: Gefahr durch Feuer, Druckstoß oder Sprengstücke; erhöhte Explosionsgefahr, wenn das Desensibilisierungsmittel reduziert wird." eingestuft ist. Wir werden diese Einstufung in GESTIS zitieren.

Markus 25.01.2020 18:57:21
Bei Chlortoluron ist der P-Satz 373 vermutlich falsch und sollte P273 lauten - zumindest sieht das Sigma so.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den P-Satz geändert. Da die Daten für das nächste Update am Wochenende ausgelesen wurden, erscheint die Korrektur aber erst in zwei Wochen im Internet.

Herbert Desel / BfR Bundesbehörde 22.01.2020 18:35:33
Liebe Kolleg_innen, bei 490349 (S-Propyldipropylthiocarbamat) ist die Strukturformel möglicherweise falsch: Am S-Atom ist eine n-Butyl- statt der m.E. richtigen n-Propylgruppe eingezeichnet.
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Formel korrigiert. Im Internet sehen Sie die Änderung nach dem nächsten Update in 10 Tagen.

Roland 19.01.2020 12:25:08
Bei Antimon(III)-iodid wird bei WASSERLÖSLICHKEIT der Wert 4509 ohne Angabe der Einheit angegeben, aber im Fließtext steht "Zersetzung in Wasser". Was bedeutet die 4509?
Vielen Dank für den Hinweis. 4509 ist unsere Standardnummer für „Zersetzung“. Sie war nur an falscher Stelle eingesetzt, so das die automatische „Übersetzung“ nicht erfolgte.

Carbogen Amcis AG 17.01.2020 10:23:21
Hallo, bei CAS 623-25-6 a,a'-Dichlor-p-xylol (1,4-Bis(chloromethyl)benzene) ist eine falsche Strukturformel.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Strukturformel geändert. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

MSH 17.01.2020 09:32:23
Hallo, bei dem Eintrag von Bis(2,6-dimethoxybenzoyl)-2,4,4-trimethylpentylphosphinoxid (CAS: 145052-34-2) ist die Summenformel (C24H31O5P) als auch die Molmasse (430,48 g/mol) falsch angegeben. Nach der dargestellten Stukturformel müsste es C26H35O7P und 490,53 g/mol heißen.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Summenformel und die Molmasse geändert. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

G. Janssen 16.01.2020 14:36:45
Natrium-O,O-diethyldithiophosphat ist ein Feststoff. Somit passt die UN1719 für flüssige Stoffe nicht.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Handelsüblich wird der Stoff in Form wässriger Lösungen angeboten. Daher beziehen sich die Transportvorschriften auf die Lösung. Wir werden eine entsprechend Anmerkung hinzufügen.

Oli C. Lebensmittel / Getränkeindustrie 16.01.2020 10:58:05
Hallo, wir haben gerade die Fragestellung: Welche UN-Nummer hat "Orangenschalenextrakt" gleichbedeutend mit "Orangenterpene". In der GESTIS-Datenbank steht "UN-Nummer: 1197", was nach der UN-Liste für "Extrakte, Geschmackstoffe, flüssig" steht . Ein Mitbewerber kennzeichnet das Produkt als "UN 1993", was gemäß UN-Liste für "entzündbarer, Flüssiger Stoff, N.A.G. steht. In der UN-Liste gibt es aber auch die Nummer "UN 2319", "Terpenkohlenwasserstoffe, N.A.G.". So kennzeichnen wir das den Stoff. Können Sie uns bitte unterstützen, welches die korrekte Deklarierung ist?
Nach ADR Kapitel 2.1.1.2 gilt folgende Rangfolge bei der Zuordnung der UN-Nummer - A: Einzeleintragung für genau definierte Stoffe, z.B. UN 1090 Aceton. B: Gattungseintragung für genau definierte Gruppen, z.B. UN 1133 Klebstoffe. C: Spezifische Eintragungen, wenn die Gruppen einen bestimmten chemischen Zustand repräsentieren, z.B. UN 1987 Alkohole, n.a.g. D: Allgemeine Eintragungen bezüglich der gefährlichen Eigenschaften, z.B. UN 1993 Entzündbarer flüssiger Stoff, n.a.g. Für Orangenschalenextrakt ist danach der Gattungseintrag UN 1197 zuzuordnen. Die von Ihnen verwendete UN 2319 kommt in der Rangfolge danach (C) und dann UN 1993 (D).

Chem Sim 2001 12.01.2020 19:27:21
Im Eintrag "N,N-Dimethylacetamid" (ZVG-Nummer: 26970) steht bei den Namen der Eintrag "N,N-Dimethylmethanamid", eigentlich müsste es aber N,N-Dimethylethanamid heißen (ohne das "m" nach methyl), da es sich um ein Amidderivat der Essigsäure handelt und nicht von der Ameisensäure. Könntet Sie das korrigieren? Mit freundlichen Grüßen
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Namen geändert. Da die Daten für das nächste Update am Wochenende ausgelesen wurden, erscheint die Korrektur aber erst in zwei Wochen im Internet.

fgm Chemie 07.01.2020 16:02:42
Die Löslichkeitsangaben zu CoCO3 (1.1 g/L) mit der Quelle 05323 (TRGS 905 www.baua.de/prax) stehen in starkem Widerspruch zu den Angaben der ECHA Registrierung (https://echa.europa.eu/registration-dossier/-/registered-dossier/14925/4/9) mit ca. 13 microgram/L oder dem CRC Handbook of Chemistry (94. Auflage, S 4-59) mit ca. 1.4 mg/L. Das meist auffindbare Löslichkeitsprodukt (1 x 10 -10) fürht zu 1.3 mg/L. Angabe bitte prüfen.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir werden den Wert von 1,4 mg/l (20 °C) aus "National Center for Biotechnology Information - PubChem übernehmen. Dieser ist zitiert aus der Quelle "Haynes, W.M. (ed.). CRC Handbook of Chemistry and Physics. 95th Edition. CRC Press LLC, Boca Raton: FL 2014-2015, p. 4-59". Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Leyo Wikipedia 02.01.2020 21:59:42
Bei mindestens den folgenden Stoffdatenblättern wird in "Quelle: 02100" auf Wikipedia verwiesen: Sudanschwarz B (Dichte), Uran(VI)-fluorid (Tripelpunkt), ε-Metofluthrin (Schmelzpunkt, Siedepunkt, Dichte, Dampfdruck, Wasserlöslichkeit), Eisen(II)-oxid (nur im Literaturverzeichnis). Meines Erachtens sollten Wikipedia-Artikel nicht als Quelle für Stoffdatenblätter verwendet werden, sondern ggf. die dort bei den entsprechenden Angaben zitierte Literatur. Es ist übrigens in der Wikipedia selbst nicht erlaubt, Wikipedia-Artikel als Quelle zu verwenden (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/WP:WPIKQ).
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir werden die Quellen ändern und zukünftig Wikipedia nicht mehr als Quelle zitieren.

Leyo Wikipedia 02.01.2020 01:15:04
Bei Dioctylzinnbis(2-ethylhexylthioglykolat) liegt ein Gemisch aus C- und K-Schreibweise vor. Ich würde "Dioctylzinnbis(2-ethylhexylthioglycolat)" vorschlagen, aber Hauptsache einheitlich. Zudem wäre es wünschenswert, wenn die harmonisierte Einstufung (H360D) berücksichtigt werden könnte.
Das trifft nicht nur auf diesen Stoff zu. In GESTIS wird für alle Glykolate, Thioglykolate, Glykolssäure, Glykolether, Glykol etc. die übliche Schreibweise mit "k" verwendet. Die Einstufung für diesen Stoff werden wir ändern, H360D wird dann berücksichtigt.

Thomasium Wikipedia 19.12.2019 12:16:46
Ich meinte Argon. 36,6 ml/l H20 bei 20°C 101325 kPa weisen auch meine Quellen auf. Auch der Wert 50,5 ml/l bei 20°C 101325 kPa für NO liegt mir vor (gleiche Quellen?). Beim umrechnen in mg/l komme ich zu leicht anderen Werten, mal sehen woran es liegt (Druck?). Nimmt die IFA die hier genannten Daten in der GESTIS auf? Vielen Dank für Ihre Mühe. Ich wünsche ihnen erholsame Feiertage und ein gutes neues Jahr. mfg
Wir haben die Löslichkeitswerte bereits aufgenommen. Diese erscheinen aber erst Anfang 2020 im Internet. Das GESTIS-Team wünsch Ihnen und allen unseren Nutzern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2020.

M. Rackebrandt / REMONDIS Entsorgung von Chemikalien 19.12.2019 06:29:34
Natriumsilikat wird mit E550 beschrieben. Es gibt eine form des Na.silikat die so heißt, aber dann stimmen einige Daten nicht. Ihr beschreibt unter Na.silikat , das Natriumorthosilikat und E550 ist Dinatriummetasilikat oder auch Natriummetasilikat. Die Formeln unterscheiden sich im Sauerstoffanteil. Dazu kommt ein großer Unterschied in der Dichte, 1,39g/cm3 und dass E550 hat bereits schon 2,61g /cm3 Dann fehlt noch der ph-Wert von 12, weil es stark alkalsich ist (im Text ist es erwähnt aber eine Angabe wäre schön) Vielleicht zieht Ihr die beiden einfach auseinander und schreibt, sie als zwei unterschiedliche Stoffe, was sie ja sowieso sind. Lg ,schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Neu PS: ihr macht super Arbeit, klasse Datenbank
Vielen Dank für Ihren Hinweis und das Lob. Für Dinatriummetasilikat gibt es bereits ein gesondertes Stoffdatenblatt unter der ZVG-Nummer 2350 / CAS-Nummer 6834-92-0. Hier finden Sie auch die entsprechende Angaben zur Dichte und zum pH-Wert.

Thomasium Wikipedia 18.12.2019 12:27:18
Die Löslichkeit in Wasser ist mit 67 mg/l gegenüber Messer Griesheim, Gasehandbuch 3. Auflage und IUPAC IUPAC SOLUBILITY DATA SERIES, Volume 4, etwas zu hoch. Stimmt aber sehr gut mit der Löslichkeit für D2O (schweres Wasser), angegeben in der IUPAC-Quelle überein. mfg
Mit einer Löslichkeit von 67 mg/l hätten wir zwei Gase im Angebot. Meinen Sie Argon oder Stickstoffmonoxid? Beide Löslichkeitsangaben stammen aus den entsprechenden SDBs von Air Liquide. Bei den Produktangaben auf deren Internetseite werden jedoch andere Werte angegeben. Argon: 62 mg/l (20 °C), Stickstoffmonoxid: 60 mg/l (20 °C). Wir werden die Löslichkeitsangaben aus "1x1 der Gase. Physikalische Daten für Wissenschaft und Praxis. Herausgeber: AIR LIQUIDE Deutschland GmbH, Düsseldorf, 1. Auflage 2005" zitieren. Argon: 36,6 ml/l (20 °C), Stickstoffmonoxid 50,5 ml/l (20 °C).

Thomasium Wikipedia 15.12.2019 22:15:15
Die Löslichkeit von Methan in Wasser ist mit 26 ml/L angegeben. Das entspräche einer T von ca. 50°C. Das SDB der Firma Air Liquide gibt 26 mg/L an. Das entspräche einer Temperatur von ca. 17 °C. Als Referenz benutze ich das Gasehandbuch der Firma MESSER GRIESHEIM, 3. Auflage, korrigierter Nachdruck von 1989, sowie IUPAC SOLUBILITY DATA SERIES, Volume 27/28. Stellt sich die Frage, bei welcher Temperatur möchte man die Löslichkeit angeben? mfg
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Das ist eindeutig ein Einheitenfehler. Da im SDB von Air Liquide keine Messtemperatur angegeben ist, werden wir die Löslichkeitsangabe von 36,7 ml/l (20 °C) aus "1x1 der Gase. Physikalische Daten für Wissenschaft und Praxis. Herausgeber: AIR LIQUIDE Deutschland GmbH, Düsseldorf, 1. Auflage 2005" zitieren. Das letzte Update für dieses Jahr ist schon erfolgt (Betriebsferien vom 23.12. - 30.12.2019). Deshalb erscheint die Änderung erst Anfang des nächsten Jahres im Internet.

Leyo Wikipedia 02.12.2019 12:18:37
Ihr Chlorobenzilat sollte in Chlorbenzilat geändert werden. Dies entspricht z.B. der Schreibweise in den EU-Rechtsakten sowie der deutschen IUPAC-Nomenklatur.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Namen korrigiert. Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Galvaniker 18.11.2019 09:40:51
Es wäre wünschenswert, zur 6:2-Fluortelomersulfonsäure (CAS-Nr. 27619-97-2; auch H4PFOS genannt), welche in der Verchromung zunehmend als Ersatzstoff der Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) eingesetzt wird, einen Eintrag in Ihrer Datenbank zu haben.
Sicherheitsdatenblätter liegen uns für den reinen Stoff nicht vor, sondern nur für wässrige Lösungen. Es gibt aber einen Registrierungsdatensatz bei der ECHA. So kurz vor Weihnachten erfüllen wir auch Wünsche und werden ein entsprechendes Stoffdatenblatt in GESTIS aufnehmen.

Leyo Wikipedia 18.11.2019 00:12:17
Im Eintrag zu Natriumhypochlorit, wässrige Lösung mit Anteilen an aktivem Chlor, ist bei den Gefahrenhinweisen neben H410 auch H411 angegeben. Letzterer ist jedoch redundant.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir werden die Einstufung korrigieren. Zwischenzeitlich hat sich aber die von uns zitierte Herstellerangabe geändert. Eine aktualisierte Einstufung finden Sie nach dem nächsten Update im Internet.

Lukas Seemiller Elektrofertigung 06.11.2019 12:31:40
Der Stoff N,N',N''-Tricyclohexyl-1-methylsilantriamin CAS: 15901-40-3 kann im System zumindest von mir derzeit weder hier noch in GisChem gefunden werden. Dieser ist aber ein Inhaltstoff verschiedener Kleber die gerade zur Prüfung an mich herangetragen werden. Besteht die Möglichkeit sofern kein Datenbankfehler diesen hinzuzufügen? Beste Grüße
In der GESTIS-Stoffdatenbank finden Sie Informationen zu mittlerweile über 9000 Stoffen. Aufgrund der Vielzahl von Gefahrstoffen können wir nicht alle in unsere Datenbank aufnehmen, bzw. oft liegen auch nur wenige Informationen über Stoffe vor, sodass wir kein aussagekräftiges Stoffdatenblatt anlegen können. Leider betrifft das auch den Stoff N,N',N''-Tricyclohexyl-1-methylsilantriamin CAS: 15901-40-3. Uns liegen keine aktuellen Sicherheitsdatenblätter zum Reinstoff vor. Es gibt allerdings einen Registrierungssatz zu diesem Stoff bei der ECHA : https://echa.europa.eu/de/registration-dossier/-/registered-dossier/23897 Hier finden Sie einige Informationen zum gesuchten Stoff, z.B. Einstufung/Kennzeichnung, physikalische und chemische Eigenschaften, etc.

Benedikt Schreiner 18.10.2019 08:23:02
Mir liegen zu Methylethlketon/Butanon unterschiedliche Angaben zur Zündtemperatur vor (Gestis 475°C, SDB Fa. Brenntag: 404°C), welche zu unterschiedlchen Einstufungen bei der Temperaturklasse sowie Explosionsgruppe führen. Welche der Angaben ist nun richtig und relevant für die Einstufung?
Die Frage, welcher von zwei vorliegenden Werten denn nun „richtig“ ist, wird oft an uns gestellt. Recherchiert man etwas genauer, so stellt man schnell fest, dass sie Wirklichkeit viel komplizierter ist. Im Falle von Methylethylketon haben wir folgende Zündtemperaturen gefunden: 404, 475, 505, 514, 515 °C; im Einzelnen 404 °C von (1) Registrierungsdatensatz 1 (zitiert werden 2 Handbuchangaben: Fire Protection Guide to Hazardous Materials 13th Edition 2002 sowie CRC Handbook of Chemistry and Physics 2000) (2) Registrierungsdatensatz 2 (zitiert wird ebenfalls 404 °C von Fire Protection Guide sowie 475 °C aus GESTIS), (3) ChemInfo Canada (zitiert werden ebenfalls die beiden o.g. Quellen), (4) Thermo Fisher - Acros (2019), (5) BÜFA (2019), (6) Hoefer Industrielacke (2019), nächster Wert 475 °C von (7) ChemSafe-Datenbank, (8) Sorbe Sicherheitstechnische Kenndaten (2015), (9) WEKA Gefahrstoffdatenbank (2019), nächster Wert 505 °C von (10) TCI Europe (2018), (11) HSDB (Sittig's Handbook of Toxic and Hazardous Chemical Carcinogens 2012) (12) ChemInfo Canada, nächster Wert 514 °C von (13) Merck (2017), (14) International Chemical Safety Card (2017), nächster Wert 515 °C von (15) Hommel Handbuch der gefährlichen Güter (2019), (16) Shell (2018). Sie sehen also, dass Sie bei einer solchen Datenlage keine Grundlage für eine vernünftige Entscheidung haben. Wir zitieren in solchen Fällen die Daten aus der ChemSafe-Datenbank, die gemeinsam von der Physikalisch-technischen Bundesanstalt und der Bundesanstalt für Materialforschung herausgegeben wird und die wir als besonders valide ansehen. Dort wird der Wert 475 °C angegeben, entsprechend Temperaturklasse T1. Niedrigere Messwerte der Zündtemperatur kann man z.B. erhalten, wenn der Stoff leichter flüchtige Verunreinigungen enthält oder bei niedrigem Luftdruck gemessen wird. Sie sehen, es gibt kein einfaches „richtig“ und „falsch“. Abschließend noch ein Hinweis: Die Nennung eines bestimmten Wertes in einem Registrierungsdatensatz ist kein Grund, diesen als besonders valide anzusehen. Leider sind Daten in Registrierungsdatensätzen oft von minderer Qualität und nicht selten auch einfach falsch.

Blankefort 15.10.2019 18:12:53
Sehr geehrte Damen und Herren, der Eintrag zu 2-Nitro-p-toluidin enthält einen Fehler, es müsste bei den Angaben zu Synonymen statt "4-Amino-2-nitrotoluol" dort "4-Amino-3-nitrotoluol" stehen. Siehe auch Eintrag zu 3-Nitro-p-toluidin, dort steht ebenfalls die dort korrekte Bezeichnung "4-Amino-2-nitrotoluol". (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Nitrotoluidine)
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Namen geändert. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

F.J.Biechele Automotive 15.10.2019 16:41:52
Laut einer Mitteilung eines namhaften Herstellers von Tintenplottern bzw. Tintenprodukte hat sich aufgrund einer gesetzlichen Änderung die Gefahreneinstufung und die Sicherheitskennzeichnung von 2-Pyrrolidon auf den Gefahrenhinweis H360 und GHS08 Gesunheitsgefährdend geändert. Können Sie dieses bestätigen?
Für 2-Pyrrolidon gibt es keine gesetzlich geregelte Einstufung. Der Stoff ist nicht gelistet in der GHS-Verordnung Anhang VI, Tabelle 3. Diese Einstufungen müssten von den Herstellern mindestens berücksichtigt werden und ggf. um weitere Gefahrenklassen ergänzt werden. In den meisten uns vorliegenden Sicherheitsdatenblättern wird der Stoff nur mit H319 und GHS07 eingestuft. Bei der ECHA gibt es zwei Registrierungsdatensätze, ein Dokument mit H319 und ein zweites Dokument mit H319, H360D. Dort ist auch beschrieben, dass bei der Substanz nur in sehr hohen Dosierrungen (letale Dosen) eine fruchtschädigende Wirkung auftritt. Bei geringer Stoffaufnahme sind beim Menschen keine fruchtschädigenden Wirkungen zu erwarten. Auch Registrierungsdatensätze haben keine Rechtsverbindlichkeit. In GESTIS werden wir die Einstufung derzeit nicht ändern.

Manfred Nelles, nelles-consulting 06.09.2019 11:34:35
Diacetonalkohol Seit kurzem ist der Stoff Diacetonalkohol auf der ECHA Homepage mit dem H-Satz 361 „Suspected of damaging fertility or the unborn child”. gekennzeichnet. Wir diese neue Einstufung von Ihnen übernommen? Danke für Ihre Info Manfred Nelles
Wir haben die Einstufungen verschiedener Hersteller verglichen. Die Einstufung mit H361 findet sich nur im Registrierungsdatensatz bei der ECHA. Die dortigen Angaben zur Reproduktionstoxizität sind sehr umfangreich. Wir haben die Fragestellung an unsere externen Experten für die Arbeitsmedizinischen Daten weitergeleitet. Ergänzung 09.09.2019: Nach Aussage unserer Experten sind die vorliegenden Daten nicht einfach zu bewerten. Sie bedürfen einer Bewertung durch ein Expertengremium unter Sichtung der zu Grunde liegenden Originaldaten. So lange eine solche Bewertung ncht vorliegt, werden wir, wie auch die meisten Hersteller, keinen H361 angeben.

Dr.Baumann AUDI AG 05.09.2019 17:40:21
Bitte die Einstufung der CAS 119313-12-1 prüfen. Laut ECHA ist die Legaleinstufung H400, H410, H360D (!). Gruß H. Baumann
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Diese Einstufung stammt aus der Verordnung (EU) Nr. 2018/1480 der Kommission vom 4. Oktober 2018 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Die Einstufungen dieser Verordnung gelten ab dem 1. Mai 2020, dürfen aber schon vorher verwendet werden. Leider gibt es noch keine zitierbare Herstellereinstufung die zusätzlich H360D angibt, auch nicht in den 9 Registrierungsdatensätzen bei der ECHA. Wir werden die Daten aus der Verordnung übernehmen, allerdings sind dort keine P-Sätze angegeben.

Johannes Elflein / Mainova AG Energieerzeugung und Versorgung 05.09.2019 11:46:18
Zu Kaliumdiphosphat TECHNISCHE ANLEITUNG ZUR REINHALTUNG DER LUFT: Zitat: "Massenkonzentration: 20 mg/m³ Auch bei Einhaltung oder Unterschreitung eines Massenstroms von 0,20 kg/h darf im Abgas die Massenkonzentration 0,15 g/m3 nicht überschritten werden." Wie passt der Wert unter Massenkonzentration von 20 mg/m3 zu den im Text genannten 0,15g/m3? Gruß Johannes Elflein
Wir zitieren nur, was in der TA-Luft steht. Leider ist auch uns die Sinnhaftigkeit dieser Regelung nicht klar. Wir würden Ihnen deshalb empfehlen, das Umweltbundesamt, das für die TA-Luft zuständig ist, direkt zu kontaktieren.

Sprenger 27.08.2019 17:57:36
Für das "Chrom(III)-chlorid, Hexahydrat" (CAS:10060-12-5)nennt "ILO International Chemical Safety Cards (ICSC)" eine Wasserlöslichkeit von 59 g/l bei 20°C und in der "The MAK-Collection Part I, MAK Value Documentations 2014" wird 585 g/l bei 20°C genannt. Welche Angabe ist korrekt? http://www.ilo.org/dyn/icsc/showcard.display?p_version=2&p_card_id=1532 Die Farbe von "Chrom(III)-chlorid, Hexahydrat" ist übrigens "grün". (selbe Quelle)
In ILO "International Chemical Safety Cards (ICSC)" eine Wasserlöslichkeit von 59 g / 100 ml bei 20°C angegeben. Die Angaben 585 g/l oder 590 g/l sind also richtig. Die Farbe dunkelgrün für das Hexahydrat haben wir ergänzt, erscheint mit dem nächsten Update.

Andreas Pingel Keuth 23.08.2019 11:24:35
Sehr geehrte Damen und Herren, nach einem kleinen Disput mit einem Studierenden bzgl. des Siedepunktes der Schwefelsäure habe ich mich ein wenig auf die Suche gemacht. Er gab in einem Protokoll einen Siedepunkt von ca. 335 °C an und sagte, dass er diesen Wert aus der Wikipedia habe, die ihrerseits Ihre Datenbank als Quelle angibt und bei Ihnen wird ein SDB der Firma Merck als Quelle genannt. Allein, das Datenblatt von Merck bezieht sich auf 98 %ige Schwefelsäure und hier wird es interessant. Laut ''Luchinskii, G. P. Physical-?chemical study of the H2O-?SO3 system. I. Equilibrium in the vapor and the liquid phases in the H2O-?SO3 system Zhurnal Fizicheskoi Khimii Volume30 Pages1207-22 Journal 1956 CODEN:ZFKHA9 ISSN:0044-4537 (in Russisch) gilt folgendes: The exptl. data show that the vapor phase over a mixt. contg. up to 85?% H2SO4 contains H2O only and that over a mixt. contg. more than 35?% free SO3 consists only of SO3. The vapor-?pressure diagram for the SO3-?H2O system has an azeotropic point that varies with temp. from 98.31 to 98.33?% H2SO4 (b.p. 338.8°)?. The b.p. of anhyd. H2SO4 was 279.6°. Diese grob 1,5 % Wasser im Azeotrop (und darauf bezieht sich das Datenblatt von Merck) machen einen erheblichen Unterschied im Siedepunkt aus. Zwar ist die übliche Handelsware das Azeotrop, aber man sollte schon sauber trennen zwischen Reinsubstanz (Kp ca. 280 °C) und dem Azeotrop (Kp ca. 335 °C) Eventuell beide Werte angeben. Schwefelsäure ist eine recht wichtige Chemikalie und da sollten die Angaben sauber stimmen. Herzliche Grüße Andreas Pingel Keuth
Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden den Siedepunkt von Schwefelsäure mit dem nächsten Update folgendermaßen angeben: Siedepunkt 290 °C für Schwefelsäure 100 %; Siedepunkt ca. 335 °C für Schwefelsäure 98 % (azeotropes Gemisch mit Wasser)

C.S.B. GmbH, A. Pitzschel Dienstleister 14.08.2019 10:24:48
CAS-Nr. 999-97-3, 1,1,1,3,3,3-Hexamethyldisilazan Dieser Stoff ist laut ECHA Registrierung nicht ätzend.Woher und mit welcher Begründung (Test) kommt diese Einstufung, die auch Auswirkungen im Transport hat. Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung. Anita Pitzschel
Die Anfrage wurde per Email beantwortet.

GWA TBB 23.07.2019 07:57:36
warum gibt es bei Zinn keinen Verweis auf die TRGS 900?
In der TRGS 900 gibt es keinen Arbeitsplatzgrenzwert für metallisches Zinn, sondern nur für anorganische Zinn(II)/(IV)-verbindungen und einige organische Zinnverbindugen. Diese AGWs finden Sie bei den entsprechenden Einzelstoffen.

Herbert Desel Bundesbehörde 13.07.2019 10:13:16
Bei 12240 fehlt bei der Strukturformel vermutlich das Kation Ethanolamin. Bitte Einträge mit 12270 abgleichen.
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Formel korrigiert. Online sehen Sie die Änderung nach dem nächsten Update in ca. 1 Woche.

der_rausch 26.06.2019 17:52:41
bei Flumetralin fehlt in der Summenformel ein C-Atom. In der Folge ist auch die Molmasse zu niedrig. Die Strukturformel stimmt aber.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Formel und die Molmasse korrigiert. Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Hans Jürgen Böhm 26.06.2019 14:31:54
Wie ist bei den phys.-chem. Eigenschaften der Eintrag "IIA-B" bei der Explosionsgruppe von n-Propanol (CAS 71-23-8) zu verstehen? Gibt es hier Anwendungsfälle für IIA bzw. IIB?
Die Angabe stammt aus der Datenbank ChemSafe. Dort wird die Angabe der Explosionsgruppe "IIA-B" folgendermaßen erläutert: "Messwerte liegen in der Nähe der Grenzen zu den Explosionsgruppen (DIN) IIA und IIB." Gemeint sind die Messwerte zur Grenzspaltweite. Propanol hat eine Grenzspaltweite von 0,87 mm (das würde Explosionsgruppe IIB entsprechen). Bei Grenzspaltweiten ab 0,90 mm trifft Explosionsgruppe IIA zu. Wie nun die Angabe "IIA-B" bezüglich der Explosionsschutzmaßnahmen zu verstehen ist, können wir nicht sagen. Fragen Sie am besten direkt bei Chemsafe nach (Physikalisch-technische Bundesanstalt).

Dr. Armin Schmid Selerant GmbH 26.06.2019 14:01:38
Für Oleylsarkosin Synonym (Z)-N-Methyl-N-(1-oxo-9-octadecenyl)glycin wurde auf der englischen Seite "(Z)-N-Methyl-N-(1-oxo-9-octadecenyl)glycerine" eingetragen. Bitte korrigieren.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Namen korrigiert Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Franziska Schädler 07.06.2019 14:48:11
Vielen Dank für das Bereitstellen dieser Datenbank! Ich vermisse leider einen Eintrag für DAPI (4',6-Diamidin-2-phenylindol), ist geplant diesen noch mit aufzunehmen?
Wir werden DAPI, 4',6-Diamidino-2-phenylindoldihydrochlorid, CAS-Nr: 28718-90-3, in unsere Datenbank aufnehmen. Das wird sich aber urlaubsbedingt noch etwas verzögern.

infastaub 04.06.2019 12:56:33
Sehr geehrtes Team, ich suche die Daten von Polyethylen (PE). Könnten Sie mir dabei helfen ? Ich benötige die Kst-Werte,Explosionsüberdruck Mindestzündenergie, sowie Zünd- und Glimmtemperatur Mit freundlichem Gruß Tim Rohling
Daten zu explosionsfähigen Stäuben finden Sie in der Datenbank StaubEx: https://www.dguv.de/ifa/gestis/gestis-staub-ex/index.jsp

Paul Schwartze Fachkraft für Arbeitssicherheit 29.05.2019 14:09:42
Nun ist mir beim Kommentar zur Summenformel der Kaffeesäure selbst ein Rechenfehler unterlaufen. Ihre Summenformel lautet, wie Sie korrekt schreiben, C9H8O4. Beste Grüße Paul Schwartze
:-)

Paul Schwartze Fachkraft für Arbeitssicherheit 29.05.2019 14:05:47
Die Strukturformel der Kaffeesäure ist m.E. nicht korrekt: Die zwei Hydroxylgruppen am Ring fehlen. Außerdem müsste die Summenformel C9H10O4 heißen. Beste Grüße Paul Schwartze
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Die korrekte Strukturformel wird mit dem nächsten Update in der GESTIS-Stoffdatenbank erscheinen.

Malte Gerhold Chemische Industrie 23.05.2019 10:47:37
Beim Datensatz Acrylsäurechlorid (CAS: 814-68-6) ist eine Grenzspaltweite von 1,06 mm und eine Explosionsgruppe IIB angegeben. Diese Grenzspaltweite müsste aber zu einer Explosionsgruppe IIA führen (Grenze zwischen IIA und IIB: 0,9 mm). Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass diese Größen unter der Überschrift "Zündtemperatur" stehen. Das ist sachlich unzutreffend, weil Zündtemperatur und Grenzspaltweite unterschiedliche Größen sind. Beim vorliegenden Datensatz ist es besonders ungünstig, weil keine Zündtemperatur angegeben ist. Und als dritter Punkt eine Bitte: Wäre es möglich für die Stoffe, für die eine Grenzspaltweite vorliegt, die Explosionsgruppe mit den weiteren Unterteilungen IIA1, IIA, IIB1, IIB2, IIB3, IIB und IIC anzugeben? Das wäre hilfreich bei der Auswahl von Rückzündsicherungen. Vielen Dank!
Vielen Dank für Ihre Hinweise. Zur 1. Frage: Die Angaben zu Grenzspaltweite und Explosionsgruppe stammen aus der Datenbank ChemSafe. Wir stimmen Ihnen zu, dass hier Explosionsgruppe IIA zutreffend wäre. Wir werden dies an ChemSafe zur Überprüfung weiterleiten. Ergänzung 01.07.2019: ChemSafe hat bestätigt, dass Explosionsgruppe IIA richtig ist. Zur 2. Frage: Wir stimmen Ihnen zu, dass die Zuordnung von Daten zur Grenzspaltweite und Explosionsgruppe zum Kapitel Zündtemperatur sachlich unzutreffend ist und werden dies so ändern, dass alle Explosionsdaten unter derselben Überschrift erscheinen. Dies kann sich aber urlaubsbedingt noch bis Ende Juni hinziehen. Zu Frage 3: Für die Unterteilung der Explosionsgruppe in die Untergruppen IIA1, IIA, IIB1, IIB2, IIB3, IIB und IIC haben wir leider keine entsprechenden Quellen vorliegen.

Sprenger 21.05.2019 11:01:51
Bei der "Buttersäure" (CAS:107-92-6) ist für die inhalative Tox. ein Wert von "LC50 inhalativ Ratte Wert: >5 mg/l/4h" mit Quelllenangabe "ECHA" angegeben. Aber es ist gar kein Tier beim Test auf die inhal. Tox. gestorben. Daher sollte die Angabe "LC0 inhalativ Ratte Wert: >5 mg/l/4h" lauten. Zitat ECHA: "Conclusions: Butyric acid was relatively nontoxic, because all rats exposed for 4 hours to 5.1 mg/L survived with moderate clinical signs"
Ja, da haben Sie Recht. Im Registrierungsdatensatz wird das so zusammengefasst: "All 6 rats receiving a single four-hour exposure to 5.1 mg/L of butyric acid as a vapor survived the exposure and the 7 day observation period. While moderate signs of irritation were noted during the exposure, the animals recovered quickly and showed no adverse effects on body weight or clinical signs. Therefore, the LC0 was 5.1 mg/L (LC50 > 5 mg/L) in this study (Biodynamics, 1989)." Wenn wir also LC50 > 5 mg/L zitieren, ist es doch nicht falsch?

Anonym 20.05.2019 21:14:57
Bei der Strukturformel von Alizaringelb GG (CAS: 584-42-9) ist die Nitro-Gruppe fälschlicherweise in Para-Stellung angegeben. Korrekterweise sollte diese am C3 in Meta-Stellung am Phenyl-Ring stehen.
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Formel geändert. Im Internet sehen Sie diese Änderung nach dem nächsten Update Ende Mai.

ChristianBausW (Wikipedia) 17.05.2019 09:20:03
Hallo, könnten sie bitte die Strukturformel von 2-Aminoanthrachinon überprüfen? Am linken Ring fehlt eine Doppelbindung, ansonsten würde die dort angegebene Summenformel auch nicht passen. Vielen Dank.
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Strukturformel korrigiert. Im Interrnet sehen Sie dies nach dem nächsten Update in ca. 10 Tagen.

Carbogen Amics AG Chemie 26.04.2019 15:00:19
Bei Dicyclohexylcarbodiimid, CAS Nr: 538-75-0 ist eine Siedepunkt von 122 ... 124 °C angegeben. Gemäss Wikipedia bezieht sich dieser Siedepunkt auf 6 mmHg: 122 °C (252 °F; 395 K) (at 6 mmHg) (vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/N,N%27-Dicyclohexylcarbodiimide) bzw. ist bei einem Druck von 15 mbar bei 148–152 °C. Bitte Druckangabe ergänzen.
Vielen Dank für den Hinweis. Sie haben völlig Recht. Wir haben ebenfalls die von Ihnen angegebenen Werte gefunden und werden diese mit dem nächsten Update in ca 1 Woche übernehmen.

Sprenger 23.04.2019 17:55:49
Bitte überprüfen Sie den Stoffgruppenschlüssel bei "Myrcen" CAS:123-35-3. Der Stoff mit der Summenformel C10H16 enthält keine Halogenatome, daher erscheint mir "Halogenkohlenwasserstoffe" nicht angemessen.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Stoffgruppenschlüssel korrigiert "140120 Kohlenwasserstoffe, aliphatisch, ungesättigt". Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

MDV 16.04.2019 14:43:53
Transfluthrin Im SDB von Bayer (Version 5 / D Überarbeitet am: 09.03.2016) wird zum Atemschutz folgendes angegeben: Atemschutz Bei offenem Umgang und möglichem Produktkontakt: Atemschutzgerät mit Filter gegen organische Dämpfe und Gase (Schutzfaktor 10) gemäß Europäischer Norm EN140 Filtertyp A oder gleichwertigen Schutz tragen. Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu befolgen.
Vielen Dank für die Information. Wie lautet Ihre Frage dazu? Das Kapitel Schutzmaßnahmen wurde für diesen Stoff in der GESTIS-Stoffdatenbank noch nicht bearbeitet.

Oldengott, Jan Chemie 16.04.2019 14:24:52
Bei LiOH ist "Giftig, P:301" eingetragen, MSDS der Unternehmen (Quelle) geben jedoch P302 an.
Vielen Dank für den Hinweis. Der zitierte Hersteller hat sein Sicherheitsdatenblatt Ende 2018 geändert. Auch von anderen Herstellern sowie im Registrierungsdatensatz wird jetzt H302 statt H301 angegeben. Wir werden dies ebenfalls ändern. Im Internet sehen Sie die Änderung nach Ostern.

Malte Gerhold Chemische Industrie 02.04.2019 13:36:26
Bei 2-Methylcyclohexanol, cis-trans-Isomerengemisch (CAS Nr: 583-59-5) ist der Flammpunkt mit 58 °C angegeben. In der verwendeten Quelle (Chemsafe) sind 57 °C eingetragen. Danke!
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Flammpunkt auf 57 °C geändert. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet

Benny 22.03.2019 13:39:31
Bei Benzo(a)pyren -> Wasserlöslichkeit steht in Ihrer Datenbank 3 mg/l. In dem von Ihnen als Quelle angegebenen Datenblatt ist auf Seite 3 angegeben: Solubility in water: 1.60x10-3 mg/l @25°C Dies entspricht 0,0016 mg/l bzw. 1,6 µg/l. Können Sie das bitte überprüfen und korrigieren?
Sie haben Recht, hier liegt ein Maßeinheitenfehler vor. In der Datenbank HSDB wird eine Wasserlöslichkeit von 1.62 x 10^-3 mg/l = 1,62 µg/l bei 25 °C mitgeteilt. Wir werden künftig nur noch angeben, dass der Stoff praktisch unlöslich in Wasser ist. Die Änderung sehen Sie nach dem nächsten Update Anfang nächster Woche.

Roland 10.03.2019 00:07:33
Kann es sein, dass in der Formel C14H21NOS2 ein S zuviel ist? Jedenfalls sehe ich in der Zeichnung nur ein Schwefelatom
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Summenformel geändert. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Sprenger 08.03.2019 14:31:49
Die Einstufung "H373" beim "Diethylenglykol", CAS:111-46-6 kann ich nicht verifizieren. Weder im Anhang VI oder bei ECHA ergibt sich ein Hinweis auf eine Einstufung mit "H373". Es ergibt für mich erst dann einen Sinn, wenn der Stoff "Diethylenglykol" deutlich mit "Ethandiol" CAS:107-21-1 verunreinigt wäre. Können Sie die Einstufung von reinem "Diethylenglykol", CAS:111-46-6, bitte überprüfen?
Uns liegen drei Sicherheitsdatenblätter von verschiedenen Herstellern vor, die Diethylenglykol zusätzlich mit "H373" einstufen. Auch im EU-Gefahrstoffverzeichnis finden sich zahlreiche Einträge mit dieser Einstufung. In unserem Datenblatt wird im Kapitel Arbeitsmedizin ausführlich auf die nierenschädigende Wirkung hingewiesen, z.B. "Als kritisches Zielorgan des DEG gilt auch bei wiederholter Exposition die Niere. Dies wird durch die zahlreichen Vergiftungsfälle untersetzt, in denen wiederholte Einnahme DEG-haltiger Medikamente (z.B. 30 - 60 Einzeldosen) zu schweren Vergiftungen unter Zeichen eines Nierenversagens führte." Wir werden die Einstufung mit "H373" beibehalten.

Dodecaeder Wikipedia 01.03.2019 09:00:39
Hydroxytrimethylsilan/Trimethylsilanol CAS-Nr. 1066-40-6 wird von der ECHA /REACH- Verordnung als gesundheitsgefährdend und wasserschädigend eingestuft (GFKZ. Gefahr). In der Gestis-Datenbank fehlt der Hinweis auf H332 und WGK 1. Könnten Sie das bitte überprüfen?
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir werden für den Stoff zusätzlich die Einstufung „Akute Toxizität, Kategorie 4, Einatmen; H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen“ aufnehmen. In GETIS finden Sie bereits die Angabe: WGK 1 - schwach wassergefährdend (Stoff-Nr.: 9317) Einstufung gemäß Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt ergänzt 09.11.2018

Dodecaeder Wikipedia 01.03.2019 08:54:34
Trimethylsilanol/Hydroxytrimethylsilan CAS-Nr. 1066-40-6 wird von der ECHA nach REACH-Verordnung mit dem Label "Danger" versehen: "Harmful if inhaled and harmful to aquatic life with long lasting effects." Das wäre H332 und WGK1 wassergefährdend. In der Gestis Datenbank steht nur das Gefahrensymbol für "leichtentzündlich". Könnten Sie das bitte überprüfen?

Malte Gerhold Chemische Industrie 07.02.2019 09:27:23
Sehr geehrte Damen und Herren, zunächst vielen Dank für das Pflegen dieser sehr hilfreichen Datenbank. Beim Datensatz Ephedrinhydrochlorid (CAS Nr: 50-98-6) ist eine "Zündtemperatur" angegeben. Es ist nicht direkt ersichtlich ob es sich um die "Zündtemperatur einer Staubwolke" oder die "Zündtemperatur einer Staubschicht" (Glimmtemperatur)handelt. Das ist insbesondere verwirrend, weil in der einschlägigen Norm (DIN EN ISO 80079-20-2) für beide Größen der Begriff "Mindestzündtemperatur (MIT)" verwendet wird. Ggf. besteht das Problem auch bei anderen Stoffen. Mit freundlichen Grüßen Malte Gerhold
Die Zündtemperatur wurde nach einem Sicherheitsdatenblatt der BASF zitiert. Dort wird DIN 51794 angegeben, welche die Bestimmung der Zündtemperatur brennbarer Flüssigkeiten beschreibt. Näheres ist uns nicht bekannt. Da der Stoff bei 218 °C schmilzt, handelt es sich möglicherweise um die Zündtemperatur der geschmolzenen brennbaren Flüssigkeit.

Dr. Mathias Straube / Wernicke Lack Chemie 30.01.2019 14:57:44
In Anhang 4 der TA-Luft vom 24. Juli 2002 (aktuelle Fassung) sind alle organischen Stoffe der Klasse I nach Nummer 5.2.5 gelistet. Wieso werden in Ihrer Datenbank weitere Stoffe wie z.B. Toluol (CAS-Nr. 108-88-3) und Benzylalkohol (CAS-Nr. 100-51-6)in Klasse I eingestuft? Ist die Liste erweitert worden und wo ist diese veröffentlicht?
Die Liste in Anhang 4 enhält nicht alle Stoffe, die zu den organischen Stoffen Klasse I gehören. Auch andere Stoffe, die nicht namentlich genannt werden, mit verschiedenen Einstufugen und Kriterien werden der Klasse I zugeordnet (siehe TA-Luft, Kapitel 5.2.5) Die Anfrage wurde ausführlich per E-Mail beantwortet.

U.Sprenger 30.01.2019 13:02:55
Die Einstufung und die Kennzeichnung von "Glykolsäure", CAS:79-14-1 sind abweichend ("H302" vs. "H332"): Einstufung: Akute Toxizität, Kategorie 4, Verschlucken; H302 Ätzwirkung auf die Haut, Kategorie 1B; H314 Gefahrenhinweise - H-Sätze: H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. H332: Gesundheitsschädlich bei Einatmen. Die ECHA befindet zur oralen Toxizität des Stoffes: Executive summary: Under the conditions of this test, the oral LD50 of Glycolic Acid for male and female rats combined was 2040 mg/kg with 95% confidence limits of 1443 - 2469 mg/kg. No classification of Glycolic acid is necessary on basis of the oral acute median lethal dose in rats. Ob Sie den Eintrag zur Einstufung und Kennzeichnung von "Glykolsäure" überprüfen würden?
Danke für Ihren Hinweis. Bei der Einstufung liegt wohl ein Übertragungsfehler vor. Richtig ist H332; Akute Toxizität, Kategorie 4, Einatmen. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Stephanie Klose Dienstleitung 29.01.2019 14:25:10
Sehr geehrte Damen und Herren, herzlichen Dank für diese geniale Datenbank. Eine Frage ist bei uns aufgekommen bezüglich der Explosionsgruppe von n-Butanol bei der Auswahl von Flammendurchschlagsicherungen. Für dieses gibt es in der Datenbank folgende Angaben: Grenzspaltweite: 0,91 mm Explosionsgruppe: IIB Quelle: 00440 Hiernach wäre für eine Flammendurchschlagsicherung die Anforderung "IIB" zu erfüllen. Schaut man in DIN EN ISO 16852, so gibt es dort Untergruppen für die Explosionsgruppen, was hinsichtlich Druckverlust und Kosten oftmals einen erheblichen Unterschied macht. Bei der Recherche danach, in welche Untergruppe vom IIB n-Butanol fallen würde, stellte ich in Tabelle 2 (und DIN EN 60079-20-1) fest, dass eine Normspaltweite 0,91 mm die Explosionsgruppe IIA ermöglichen würde - was aber IIB in der GESTIS Stoffdatenbank widersprechen würde. Ich bin nun ein wenig verwirrt. Liegt es daran, dass n-Butanol genau "an der Kante" liegt und die Einstufung konservativ ist? Oder ist die Grenzspaltweite in GESTIS etwas anderes als die Normspaltweite für die Einstufung? Herzlichen Dank für eine Information zu diesem Thema, gerne auch als E-Mail. Vielleicht wäre es auch eine Anregung, die "Unter-Explosionsgruppe" für die Auslegung von Flammendurchschlagsicherungen gleich mit in die Datenbank aufzunehmen? Mit freundlichen Grüßen Stephanie Klose
Die Angaben zur Grenzspaltweite und zur Explosionsgruppe von n-Butanol stammen aus ChemSafe. Dort wird neben dem in GESTIS zitierten Wert (0,91 mm, keine Temperatur- und Druckangabe) allerdings noch ein zweiter Wert angegeben: 0,89 mm bei 70 °C und 0,986 bar. Demzufolge ist die Zuordnung von Explosionsgruppe IIB in Ordnung. Wir werden den zweiten Wert ebenfalls mit aufnehmen. Eine Normspaltweite ist nach unserem Verständnis ebenfalls eine Grenzspaltweite, die sich auf atmosphärische Bedingungen bezieht. Wir verwenden durchgehend den Begriff Grenzspaltweite. Angaben zu „Unterexplosionsgruppen“ liegen uns nicht vor.

Manfred Nelles, nelles-consulting Chemie 24.01.2019 11:28:06
Butylglycol, CAS 111-76-2 / Kennzeichnung Gestis gibt für Butyglycol folgende Kennzeichnung vor: H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H311: Giftig bei Hautkontakt. H331: Giftig bei Einatmen. H315: Verursacht Hautreizungen. H319: Verursacht schwere Augenreizung. Piktogramm:Totenkopf, Die ECHA klassifiziert entsprechend CLP Regulations: Acute Tox. 4 * H302 Acute Tox. 4 * H312 Skin Irrit. 2 H315 Eye Irrit. 2 H319 Acute Tox. 4 * H332 Piktogramm: GHS07 Warum gibt die GESTIS abweichende Einstufungen und Kennzeichnungen an? Danke für Ihre Aufklärung. Mnfred Nellles
Butylglycol hatte nach alter Stoffrichtlinie für Hersteller eine verbindliche Einstufung. Diese Legaleinstufung findet sich in der neuen GHS/CLP-Verordnung, sozusagen 1:1 übersetzt, im Anhang VI, Tabelle 3.1 wieder. Im Gegensatz zur alten Stoffrichtlinie handelt es sich hierbei aber nicht mehr um eine verbindliche Einstufung, sondern wie die Sternchen (*) bei den Acute Tox. - Angaben andeuten, nur um eine „Mindesteinstufung“. Im Vergleich zur alten Stoffrichtlinie haben sich nach GHS-Verordnung die Grenzen bei der akuten Toxizität geändert (Sie sind strenger geworden!). D.h. ca. 5% aller Stoffe die vorher als Gesundheitsschädlich eingestuft wurden sind nach den neuen GHS-Einstufungskriterien nunmehr als Giftig einzustufen und zu kennzeichnen. Die Hersteller sind nach GHS-Vorschrift verpflichtet diese Mindesteinstufung anhand von vorliegenden LD50- und LC50- Werten (die nach vorgeschriebener OECD-Prüfrichtlinie durchgeführt wurden; siehe GHS-Verordnung) zu überprüfen und gegebenenfalls in strengere Einstufungen zu korrigieren. Dies trifft im Fall Butylglycol bei der Akuten Toxizität dermal und inhalativ zu. Die in unserer Datenbank aufgeführten LD50- und LC50- Werte sind aus anerkannten Studien und werden/wurden auch von vielen Herstellern zitiert, trotzdem geben die meisten Hersteller, wissentlich oder unwissentlich, nur die Mindesteinstufung an. Maßgebend sind die Einstufungskriterien der GHS-/CLP-Verordnung und danach ergibt sich eine korrekte Einstufung wie die in unserer Datenbank zitierte Einstufung des Gefahrstoffinformationssystems GisChem der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie. Des Weiteren wurde von der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) ein Annex XV Dossier bei der ECHA eingereicht um u.a. die Akut Tox 4 für Expositionspfad inhalativ und dermal in Akut Tox 3 umzustufen.

Schorn M. 18.01.2019 17:45:07
Bei Stickstoffdioxid, CAS Nr: 10102-44-0 ist die RELATIVE GASDICHTE falsch angegeben, diese muss rechnerisch 1,59 betragen.
Stickstoffdioxid steht mit Distickstofftetroxid in einem temperatur- und druckabhängigen Gleichgewicht. Die relative Gasdichte würde für reines Stickstoffdioxid 1,59 und für reines Distickstofftetroxid 3,18 betragen. Für das Gemisch sollte der Wert dazwischen liegen. Demzufolge scheint der von der BAM angegebene Wert von 2,62 plausibel.

Roland 08.01.2019 11:35:22
Bei Dichlorisocyanursäure ist in der Textform der Formel ein H zu viel. Es müsste meiner Meinung nach C3HCl2N3O3 anstelle von C3H2Cl2N3O3 (H anstelle H2) heißen.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Formel korrigiert und die Molmasse angepasst. Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

21.12.2018 11:43:12
Das GESTIS-Team wünscht allen Nutzern besinnliche Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2019
Zwischen Weihnachten und Neujahr macht die DGUV Betriebsferien, wir sind also ab dem 02.01.2019 wieder für Sie da und werden Ihnen dann schnellstmöglich antworten.

Dyneon GmbH Chemie 20.12.2018 13:10:45
Einstufung von Polytetrafluorethylen (PTFE) ZVG Nr: 531331 CAS Nr: 9002-84-0 In Gestis lautet der Eintrag zur Wassergefährdungsklasse: EINSTUFUNG WASSERGEFÄHRDENDER STOFFE WGK 1 - schwach wassergefährdend Herstellerangabe der Firma Alfa Aesar (eine Marke von Thermo Fisher Scientific) Laut Datenbank Rigoletto des UBA gilt jedoch unter der Kennnummer 766: Kunststoffe, z.B. Granulate, Formteile, Fasern, Folien, Kunststoffharze, soweit sie fest, nicht dispergiert, wasserunlöslich und indifferent sind die Einstufung als nicht wassergefährdent "nwg". Polytetrafluorethylen ist namentlich in der Liste der Stoffe genannt.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Der Stoff ist in Rigoletto ohne CAS-Nummer aufgeführt. Wir führen den Abgleich mit der Datenbank über diese Identifikationsnummer durch, deshalb haben wir diesen Eintrag übersehen. Wir haben die Wassergefährdungsklasse geändert. Die Korrektur erscheint aber erst im nächsten Jahr im Internet, da die Daten für das nächste Update in der letzten Nacht ausgelesen wurden.

Leyo Wikipedia 03.12.2018 22:53:59
Bei 2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-4,6-ditertpentylphenol fehlen zwei Bindestriche (vor und nach "tert"), auch wenn die ECHA den Namen so verwendet. Zudem schlage ich vor, UV-328 als Alternativname anzugeben.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die beiden Bindestriche ergänzt und UV-328 als zusätzliches Synonym aufgenommen. Die Änderungen erscheinen nach dem nächsten Update im Internet.

Johannes 26.11.2018 10:19:47
Für AlCl3 scheint die Einstufung der ECHA ohne P-Sätze auszufallen, was sehr unwahrscheinlich scheint. SigmaAldrich und Merck nehmen meiner Meinung nach eine sinnvollere Gefährdungsbeuurteilung vor.
Es handelt sich nicht um eine Einstufung der ECHA, sondern um die Einstufung eines oder mehrerer Hersteller, die auf der ECHA-Website veröffentlicht wird. Dass keine P-Sätze angegeben werden, ist keine Frage der Gefährdungsbeurteilung, sondern eine uneinheitliche Handhabung der Registrierung durch die Hersteller. Einige Hersteller geben wie gewünscht bis zu 6 P-Sätze an, andere meinen, selbst für weniger gefährliche Stoffe 10 bis 20 P-Sätze angeben zu müssen, in Extrenfällen noch mehr. Wieder andere Hersteller geben gar keine P-Sätze an. Die ECHA schafft es offensichtlich nicht, eine einheitliche Linie hineinzubringen. Wir werden künftig die Einstufung von Sigma-Aldrich zitieren, ergänzt durch Einstufung H318 nach Registrierungsdatensatz.

Oltersdorf/EKOF Chemie 26.11.2018 10:13:51
Sollte in der Einstufung 2-Aminoethanol (CAS 141-43-5) nicht ein zusätzlicher H317 vergeben werden, wegen dem Eintrag in der Anlage 1 im TRGS-907?
Sie haben Recht. Leider liegen uns keine zitierbaren Herstellereinstufungen mit H317 vor. Wir werden einen Hinweis hinzufügen "Die Einstufung berücksichtigt nicht die hautsensibilisierende Wirkung des Stoffes (s. TRGS 900, TRGS 907, MAK)". Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Steinbach Chemische Industrie 23.11.2018 09:10:12
N-(1,1-Dimethyl-3-oxobutyl)acrylamid, CAS 2873-97-4, trägt zusätzlich den H-Satz H361 - Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen. Quelle: SDB von NOVASOL S.A. Belgium vom 24.02.2017
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Dies entspricht auch der Einstufung in dem Registrierungsdatensatz bei der ECHA. Wir werden den H-Satz ergänzen. Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Christopher Bartz / OXEA GmbH Chemische Industríe 22.11.2018 13:51:44
Resorcin sehe ich nicht bei der TA-Luft in 5.2.5 Klasse I eher in 5.2.1 allg. Grenzwert. Bitte mal prüfen
Resorcin ist mit "Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Kategorie 1; H370" eingestuft. Da die TA Luft leider immer noch die alten Einstufungen beinhaltet, müssen wir uns am Referentenentwurf der neuen TA Luft orientieren, der auch frei zugänglich ist. Darin lautet ein Kriterium für Klasse I: "- schädigt das Organ/die Organe bei einmaligem oder längerem/wiederholtem Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen bzw. kann das Organ/die Organe entsprechend schädigen (Gefahrenkategorien STOT SE 1, STOT RE 1 mit den Gefahrenhinweisen H370, oder H372)"

Rüdiger Burggraf Chemie 19.11.2018 11:09:45
Für Kaliumcyanid haben sie unter den Maßnahmen zur Ersten Hilfe unter Atmungsorgane das Verwenden einer Isoamylnitrit-Riechampulle empfohlen. Diese ist in der Apotheke nicht erhältlich. Können sie mir Bezugsquellen nennen?
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Nach unserer Kenntnis ist Isoamylnitrit prinzipiell noch über Apotheken zu beziehen, aber nicht mehr in einer als Antidot nutzbaren Form. Weiterhin ergibt eine Kurzrecherche aktueller Literatur, dass Isoamylnitrit zwar zum Teil noch als Notbehelf (bei Fehlen anderer Antidota) erwähnt wird, die Anwendung wegen geringer Wirksamkeit und möglicher Nebenwirkungen aber als weitgehend verlassen gilt. Unter diesen Gegebenheiten werden wir die diesbezügliche Empfehlung aus unseren Datenblättern für Cyanide entfernen.

Wolfgang Krepela chemikaliengroßhandel 15.11.2018 13:16:31
zum Eintrag für EG Nr: 203-004-2 (N,N'-Diphenylthioharnstoff): wird eingestuft als H300 Akut Toxisch, Kat. 2. Laut SDB von Sigma Aldrich, (auf das sich in der Einstufung berufen wird) und Eintrag in der Datenbank der ECHA ist diese Einstufung falsch. Korrekt wäre hier H317, H361d, H373 und H411
Bisher wurde für den Stoff die Einstufung von Alfa Aesar zitiert mit H300, H317, welche zu dem bei RTECS angegebenen LD50, oral, Ratte = 50 mg/kg passt. Im Registrierungseintrag des Stoffes wird dieser Wert wie folgt kommentiert: "This study was carried out to expose a new method to assess acute toxicity and so LD50. These data are no relevant." Als neuer Wert wird angegeben LD50, oral, Ratte > 2000 mg/kg. Damit entfällt H300. Wir werden künftig die Einstufung des Registrierungseintrags H317, H361d, H373, H411 zitieren, die auch schon von vielen Firmen übernommen wurde.

Leyo Wikipedia 09.11.2018 17:20:02
Laut IUPAC-Regeln müsste der Eintrag 1-Chlor-2,2,2-trifluorethan in 2-Chlor-1,1,1-trifluorethan umbenannt werden. Der erstgenannte Name wird fälschlicherweise relativ oft verwendet.
Ja, das stimmt. Wir werden den bevorzugten Namen entsprechend ändern und den bisherigen als Synonym verwenden. Dazu ist allerdings zu bemerken, dass wir nicht immer die oft komplizierten IUPAC- oder EU-Namen als bevorzugte Namen verwenden, sondern oft auch die Namen, die von den Herstellern verwendet werden.

Leyo Wikipedia 07.11.2018 11:33:02
Bei 2,5-Dimethyl-2,5-di-(tert-butylperoxy)hexan ist der Bindestrich vor der Klammer inkorrekt.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Bindestrich entfernt. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Leyo Wikipedia 04.11.2018 00:55:22
Beim Eintrag zu 1,3,5-Triallyl-1,3,5-triazine-2,4,6(1H,3H,5H)-trion ist beim Stoffnamen ein "e" zu viel bzw. bei der Anpassung ausgehend vom engl. Namen nicht entfernt worden.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben das "e" entfernt. Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Roland 03.11.2018 16:55:27
Bei Benzyltrimethylammoniumchlorid stimmt die GHS Kennzeichnung nicht mehr mit der Quelle (Merck) überein. Dort wird jetzt giftig (Symbol 06 und 08) angegeben. Auch SigmaAldrich und Alfa geben 06 an.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die aktuelle Einstufung von Merck (Stand SDB 2018) übernommen. Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Martin Kreimeier Chemie 01.11.2018 09:07:06
Wasserstoffperoxid GHS-EINSTUFUNG VON GEMISCHEN m.E. Schreibfehler Änderungsvorschlag in [ ] Oxid. Fl. 1; H271: C >= 70 % Oxid. Fl. 2; H272: 50 % <= C < 70 % [50 % >= C < 70%] Hautätz. 1A; H314: C >= 70 % Hautätz. 1B; H314: 50 % <= C < 70 % [50 % >= C < 70%] Hautreiz. 2; H315: 35 % <= C < 50 % [35 % >= C < 50 %] Augenschäd. 1; H318: 8 % <= C < 50 % [ 8 % >= C < 50 %] Augenreiz. 2; H319: 5 % <= C < 8 % [ 5 % >= C < 8 %] STOT einm. 3; H335; C >= 35 %
Es handelt sich nicht um einen Schreibfehler. Dies ist die offizielle Schreibweise für die spezifischen Konzentrationsgrenzen aus der GHS-Verordnung, Anhang VI, Tabelle 3. Die Konzentration "C" steht an der "offenen" Seite des Vergleichszeichens "<=" und bedeutet, dass die Konzentration "C" über bzw. gleich der links stehenden Konzentrationsgrenze liegen muss.

Pitzschel, C.S.B. Dienstleister 24.10.2018 06:50:10
Habe Fragen zu Bis(hydroxylammonium)sulfat, 10039-54-0 Der Stoff wird in die Lagerklasse 4.1 A (Sonstige explosionsgefährliche Stoffe)eingestuft, aber der EUH044 fehlt bei der Einstufung u Kennzeichnung. Was passiert bei einer z.B. 35% wässrigen Lösung? Fällt der EUH044 ohne Tests weg (Expertenmeinung)? freundliche Grüße, A.Pitzschel
Von einigen Herstellern wird zusätzlich zur Einstufung nach GHS-Verordnung, Anhang VI, Tabelle 3 der ergänzende Gefahrenhinweis EUH044 angegeben. Da bei dem Stoff heftige Zersetzung besonders bei Erhitzen unter Einschluss auftritt, ist dieser Zusatz berechtigt. Wir haben den EUH-Satz ergänzt. Bei wässrigen Lösungen entfällt EUH044. Dies geht auch aus den entsprechenden Sicherheitsdatenblättern der Hersteller hervor. Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Johannes Chemie 22.10.2018 07:45:36
Es werden bei manchen Verbindungen unter Berufung auf Artikel 28(3)der GHS-Verordnungkeine P-Sätze angegeben. Wäre nicht eine Angabe der wichtigsten 6 viel sinnvoller, da kein P-Sätze etwas falsche suggerieren!?
Da wir nicht selbst einstufen, sondern nur Einstufungen zitieren, können wir auch die P-Sätze nur so zitieren, wie sie vom Hersteller angegeben werden. Die überwiegende Zahl der Hersteller hält sich auch daran, nicht mehr als 6 P-Sätze anzugeben. Aber es gibt Ausnahmen, wo für einen reinen Stoff 15 und in Extremfällen bis 30 P-Sätze angegeben werden. Wir können uns nicht anmaßen, davon die "wichtigsten" 6 P-Sätze herauszusuchen. Wir werden solche Fälle zunehmend ersetzen durch Herstellerangaben, die den EU-Vorgaben entsprechen.

Johannes Chemie 22.10.2018 07:24:49
Wasserstoffperoxid: Keine P-Sätze aufgelistet. Außerdem wären unterschiedliche Einträge für die gängigen Konzentrationen sinnvoll (bspw. Perhydrol)
Ja, das ist in der Tat ein Problem, da Wasserstoffperoxid in der Konzentration, auf die sich die Einstufung im Registrierungsdatensatz bezieht (> 70 %), gar nicht verkauft wird. Wir werden Datenblätter für die relevanten Konzentrationsbereiche erstellen.

Roland 16.10.2018 21:05:45
Bei N,N-Dimethyl-4-nitrosoanilin steht sowohl "Schwer löslich in Wasser" als auch "praktisch unlöslich in Wasser" im Text.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Angabe zur Löslichkeit im Kapitel Chemische Charakterisierung angepasst "Praktisch unlöslich in Wasser". Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Sabine Reisinger 05.10.2018 14:29:26
Bei dem Eintrag zu 1,1,1,3,3,3-Hexamethyldisilazan ist Trockenlöschpulver sowohl als geeignetes als auch als ungeeignetes Löschmittel angegeben... Können Sie diesen Widerspruch auflösen?
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Statt Trockenlöschpulver sollte bei ungeeigneten Löschmitteln "Schaum" stehen. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Benedikt Schreiner 18.09.2018 07:34:34
Prallethrin: Müsste nicht bei ARBEITSPLATZKENNZEICHNUNG NACH ASR A1.3 "Schutzhandschuhe benutzen" ergänzt werden. Zudem frage ich mich wie es mit Atemschutz aussieht da dieser Stoff als "Akute Toxizität, Kategorie 3, Einatmen; H331" eingestuft ist?
Selbstverständlich empfiehlt sich, je nach Anwendung und Umgang, aus arbeitshygienischen Gründen die Verwendung von Schutzhandschuhen. Eine Arbeitsplatzkennzeichnung nach ASR A1.3 „Schutzhandschuhe benutzen“ ist hier aber nicht erforderlich, da der Stoff keine Gefährdung nach TRGS 401 (Technische Regel für Gefahrstoffe „Gefährdung durch Hautkontakt“) aufweist. Eine entsprechende Arbeitsplatzkennzeichnung erhalten nur Stoffe die nach GHS-Verordnung als Hautgefährdend (ätzende, reizende und/oder sensibilisierende Wirkung auf die Haut) oder Hautresorptiv (z.B. Giftig bei Berührung mit der Haut) eingestuft sind. Zum Atemschutz: Die toxische inhalative Wirkung von Prallethrin beruht auf dem Einatmen von Aerosolen bzw. Sprühnebeln und nicht von Dämpfen (siehe hoher Siedepunkt). Demzufolge ist als Atemschutz ein Partikelfilter P3 ausreichend. Das Kapitel „Sicherer Umgang“ im Datenblatt zu Prallenthin war noch nicht bearbeitet. In ca. 2 Wochen werden die Informationen dort nachzulesen sein.

Benedikt Schreiner 17.09.2018 11:43:04
Können Sie bitte zu 118712-89-3 noch den geläufigen Trivial- bzw. Handelsnamen von Bayer: "Transfluthrin" ähnlich wie bei Pralletrin ergänzen. Dies würde die Suche deutlich vereinfachen. Die Verwendung des sperrigen IUPAC-Namens ist in der Praxis doch eher selten. Danke
Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden nach dem nächsten Update in ca. 14 Tagen Transfluthrin sogar als bevorzugten Name angeben.

Ursula Zettler / ESIM-Chemicals GmbH 11.09.2018 09:10:45
Könnten Sie mir bitte erklären, worauf für Maleinsäurehydrazid (CAS 123-33-1) die TRGS-510 Lagerklasse 4.1.B beruht.
Danke für den Hinweis, die Lagerklasse 4.1B ist hier falsch. Richtig wäre Lagerklasse 11 (Brennbarer Feststoff). Bei uns angegeben als: Lagerklasse 10 - 13 (Auf eine weitere Differenzierung wird verzichtet, da es innerhalb der Lagerklassen 10 - 13 keine gesetzlichen Zusammenlagerungsbeschränkungen gibt.) Die Änderung erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

O. Ramdohr, Fa. WALTER CMP GmbH & Co. KG Handel mit Chemikalien 05.09.2018 16:41:47
In den Daten zu VORSCHRIFTEN bei Natriumhypochloritlösung wird die Bedingung zur Angabe des EUH206 nicht vollständig genannt (nämlich die "Abgabe an die breite Öffentlichkeit"). Wir bitten um Korrektur jener Information. Ansonsten bedanke ich mich für die Unterhaltung dieser sehr wertvollen Datenbank. Mit freundlichem Gruß, i.A. O. Ramdohr
Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben dies entsprechend ergänzt. Im Internet sehen Sie die Änderung nach dem nächsten Update in 2 Wochen.

Dr. Armin Schmid (Selerant GmbH) 04.09.2018 14:33:06
Carβmid (CAS 16118-49-3) ist u.a. mit H411 eingestuft. Damit wäre es m. E. den Transportvorschriften zu unterstellen. Möglicherweise bezieht sich Ihre Referenz auf Sigma-Aldrich noch auf den Stand vor der 10. ATP der CLP-VO.
Für Carbetamid liegen uns keine Angaben zur Transporteinstufung vor, die zu der aktuellen Gefahrstoffeinstufung passen. Wir haben die Angaben zum Transport deshalb vorerst gelöscht.

Dr. Armin Schmid (Selerant GmbH) 04.09.2018 11:08:40
8-Hydroxychinolin (CAS 148-24-3) ist u.a. mit H400 und H410 eingestuft. Damit sollte die Transportklassifizierung mit UN 3077 einhergehen. Anmerkung: die akute Toxizität mit Literaturwerten von >= 1200 mg/kg für Ratte, Maus, Meerschweinchen oral liegt über dem Limit für "schwach giftig" - und übrigens auch über dem Limit von 300 mg/kg für GHS-Kategorie 3 (CLP 10. ATP).
Wir stufen nicht selbst ein (weder nach Gefahrstoff- noch nach Transportrecht), sondern zitieren die Angaben der Hersteller. Bisher liegen uns nur Sicherheitsdatenblätter mit UN 2811 vor (Merck, Acros, Biesterfeld), jedoch keines mit UN 3077. Zur Nichtübereinstimmung der Daten der oralen Toxizität mit der Einstufung in Kategorie 3 wird im Registrierungsdatensatz ausgeführt: „Obwohl die verfügbaren Daten zur akuten oralen Toxizität die Klassifizierungskriterien für die Kategorie 4, H302 gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 erfüllen, folgt der Registrant der in der RAC-Stellungnahme vorgeschlagenen Klassifizierung in Kategorie 3, H301.“ Diesen Hinweis werden wir auch in die Stoffdatenbank aufnehmen.

Dr. Armin Schmid (Selerant GmbH) 04.09.2018 10:13:07
2-tert-Butylamino-4-chlor-6-ethylamino-1,3,5-triazin (CAS-Nr. 5915-41-3) ist u.a. mit H400 und H410 eingestuft. Damit sollte die Transportklassifizierung UN 3077 einhergehen (steht so auch im referenzierten SDB von Sigma-Aldrich).
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Transportvorschriften entsprechend geändert. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Birte Dresler / FhG-IWS F&E 30.08.2018 11:38:26
Hallo, Sie geben für Sulfolan Reproduktionstoxizität 1B an. In den SDB von Merck und Sigma Aldrich finde ich lediglich, dass es gesundheitsschädlich beim Verschlucken ist (Achtung).Was ist nun richtig? Mfg Birte Dresler
In den Sicherheitsdatenblättern von Merck und Sigma Aldrich wird die Einstufung aus der GHS-Verordnung, Anhang VI, Tabelle 3 aufgeführt. Dabei handelt es sich um eine „Mindesteinstufung“. Nach GHS-Verordnung sind die Hersteller verpflichtet, anhand vorliegender Toxizitätsdaten zu prüfen, ob eine schärfere Einstufung erforderlich ist. Der LD50-Wert oral bestätigt H302. Liegen den Herstellern Daten zu weiteren Gefahrenklassen vor, müssen diese bei der Einstufung ergänzt werden. Nach neueren Studien ist Sulfolan zusätzlich reproduktionstoxisch. Deshalb zitieren wir die Einstufung aus dem Registrierungsdatensatz der ECHA.

Jonas Schneider EHS 28.08.2018 17:02:54
Hallo, für Zirkonium(IV)-oxid geben Sie bei den Empfehlungen der MAK Komission für die Schwangerschaft: Gruppe C an, dabei ist die Empfehlung in der MAK Liste 2017 für Zirkonium und seine unlöslichen Verbindungen Gruppe D. Ist das ein Übertragunsfehler oder übersehe ich etwas? Danke! Grüße J.Schneider
Die MAK-Kommission hat 2018 den Grenzwert für Zirkonium und seine unlöslichen Verbindungen aufgehoben. Nur für Zirkonium(IV)-oxid ist ein neuer MAK-Wert aufgestellt worden, 0,3 mg/m³ (A) und der Schwangerschaftsgruppe C. Versehentlich wurde der Link auf die MAK-Liste nicht aktualisiert, so das noch auf die MAK-Liste 2017 verwiesen wird. Der korrekte Link ist https://onlinelibrary.wiley.com/doi/book/10.1002/9783527818396 . Nach dem nächsten Update erscheint die richtige Verlinkung im Internet.

Stefanie Stutzmann / Infraserv Höchst / Anlagensicherheit 23.08.2018 14:06:12
Im Kapitel TECHNISCHE SCHUTZMASSNAHMEN für den Stoff Ammoniakwasser geben Sie an, dass die Dampf-Luft-Gemische schwerer sind als Luft. Aus meiner Sicht handelt es sich bei der Dampfphase um Ammoniak, daher ist der Dampf leichter als Luft
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Satz gelöscht. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Bauer Bernd WWB 16.08.2018 10:48:33
UN 1040 -> bei der Bezeichnung: 10 MPa (10 bar). Richtig: (lt. ADR/ RID) 1 MPa. Gruß aus Brühl (Rheinld.)
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Bezeichnung geändert. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet. Gruß aus Sankt Augustin.

Kaspar 10.08.2018 10:50:16
Sehr geehrte Damen und Herren, vorab sei gesagt, dass ich kein Chemiker bin, daher möchte ich mich jetzt schon dafür entschuldigen, dass ich möglicherweise etwas nicht im Fach-Chargon wiedergebe. Ich versuchs dennoch.... Bei dem Stoff mit CAS 34590-94-8 habe ich zur Gefährdungsbeurteilung gerade den Dampfdruck zur Beurteilung des Freisetzungsverhaltens hinzuziehen wollen. Jetzt weichen die Dampfdrücke bei 20°C und 40°C so dermaßen voneinander ab, dass ich das in Frage stelle. Wenn ich den Siedepunkt betrachte, meine ich, dass der Dampfdruck bei 20°C mit 70 Pa fehlerhaft ist. Können Sie mir hierzu kurz eine Rückmeldung geben. Herzlichen Dank!
Bitte beachten Sie die Maßeinheiten: Der Dampfdruck bei 20 °C ist 70 Pa = 0,7 hPa. Der Dampfdruck bei 40 °C ist 2,6 hPa. Das passt zusammen. Wir werden das ändern und beide Werte in derselben Maßeinheit angeben, damit es künftig keine Missverständnisse gibt.

Dr. Hermann Venohr Chemikalienhandel 01.08.2018 14:04:39
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe einen Hinweis bez. der Lagerklasse von Maleinsäureanhydrid (CAS 108-31-6)für Sie. Im Moment ist der Stoff in der GESTIS-Datenbank nach TRGS 510 in die Lagerklasse 8 A: Brennbare ätzende Gefahrstoffe eingestuft. Da der Stoff aber mit dem H 372, Kategorie 1, eingestuft ist, sollte der Stoff nach TRGS 510 eher in die Lagerklasse 6.1 C "Brennbare, akut toxische Kat. 3 / giftige oder chronisch wirkende Gefahrstoffe" eingestuft werden. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hermann Venohr
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Lagerklasse geändert in 6.1 C "Brennbare, akut toxische Kat. 3 / giftige oder chronisch wirkende Gefahrstoffe". Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Jörg Rosenbruch, Europäische Schule Karlsruhe Schule 25.07.2018 13:34:35
Kupfer(I)-oxid. Müsste hier nicht aufgrund des H-Satzes H318 das Piktogramm GHS05 folgen? Weder H302, noch H332 bzw. H410 erfordern das Signalwort "Gefahr", was GESTIS jedoch angibt.
Ja, Sie haben völlig Recht. Hier wurde das Piktogramm GHS05 vergessen. Wir haben das korrigiert. Im Internet sehen Sie die Änderung nach dem nächsten Update am Montag.

Dr. Schlachta Immissionsschutz 25.07.2018 07:52:41
Zu TA Luft Einstufung von D4 Octamethylcyclotetrasiloxan: Aus meiner fachlichen Sicht müsste D4 als Stoff der Nr. 5.2.5 Klasse I bewertet werden und nicht wie unter Gestis als Stoff Nr. 5.2.5 Klasse II (auch wenn der Stoff unter Klasse II namentlich genannt ist). Grund: Reproduktionstoxizität, Kategorie 2; H361f. Hier ist dann das Einstufungsschema unter Nr. 5.2.5 anzuwenden und daraus ergibt sich dann die Klasse I
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Aufgrund der Einstufung fällt D4 unter Nr. 5.2.5 Klasse I. Dies trifft auch für die in Nr. 5.2.5 Klasse II namentlich genannten Stoffe 1-Brom-3-chlorpropan und 1,3,5-Trioxan zu. Wir werden die Daten ändern und mit einem entsprechenden Hinweis versehen. Die Korrektur sehen Sie nach dem nächsten Update im Internet in der nächsten Woche.

Leyo Wikipedia 20.07.2018 22:21:23
Mir ist unklar, weshalb bei Acetochlor H351 unter Gefahrenhinweise - H-Sätze nicht aufgeführt ist. In der 9. ATP ist H351 nicht nur unter Einstufung, sondern auch unter Kennzeichnung angegeben.
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben H351 bei der Kennzeichnung ergänzt. Die Korrektur erscheint nach dem nächsten Update im Internet.

Franz Kass Chemie 15.07.2018 10:53:06
Silberacetat: Die Farbe wird als "beige" beschrieben. Das Salz kristallisiert in farblosen Nadeln (vgl. D'Ans-Lax 4. Aufl. Bd. 2, S. 386). Im Licht dunkelt es natürlich nach (grau, aber nicht beige). Gruß, F. Kass
Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Daten entsprechend angepasst. Im Internet sehen Sie die Änderung nach dem nächsten Update in ca. 1 Woche.

oliver 11.07.2018 11:19:31
Hallo Gestis Bezüglich des Vorredners haben Sie sich aber sehr schön zurückgehalten. So eine Unverschämtheit sollte man eigentlich schlichtweg ignorieren. Danke für diesen tollen Service.
Vielen Dank.

IKA GmbH & Co. KG 10.07.2018 11:22:02
Fortsetzung
Nun noch ein paar Worte zu Ihren sonstigen Auslassungen: Wenn Sie der Meinung sind, die Angaben in der GESTIS-Stoffdatenbank wären absolut fehlerfrei, dann haben Sie einiges falsch verstanden. Uns stehen dieselben, oft widersprüchlichen Quellen zur Verfügung wie Ihnen. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Sie nur eine begrenzte Zahl von Stoffen beurteilen müssen, wir aber Tausende. Bei widersprüchlichen Datenquellen müssen wir oft subjektive und damit angreifbare Auswahlentscheidungen treffen. Ja, wir überprüfen die Daten regelmäßig. Aber wenn man Stoffe vollständig recherchiert incl. Abgleich der abweichenden Angaben der verschiedenen Hersteller, dann schafft man bestenfalls 2 Stoffe pro Tag. Für die über 8000 Stoffe in der Stoffdatenbank benötigen unsere (hochgerechneten) drei Vollzeitkräfte, die dafür zur Verfügung stehen, also ca. 6 Jahre, bis sie einmal komplett durch sind. Das ist eine optimistische Schätzung, praktisch sind es eher 10 Jahre. Denken Sie bitte auch daran, dass die Pflege dieser Datenbank erhebliche Summen kostet und trotzdem haben Sie die Möglichkeit, dieses Angebot frei zu nutzen. Das ist durchaus nicht selbstverständlich und muss auch nicht so bleiben.

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